MADE IN GERMANY, Danish Design begins with a paradox. Its two parts are not meant to be performed one after the other; another work must intervene between them. Yet neither part can exist without the other. The piece deliberately creates a gap—a distance that becomes part of its form.
The speech begins with a deceptively simple question: What does it mean to belong to a nation? Speaking from the position of someone caught between Danish and German identities, it moves from personal experience toward a broader examination of nationalism, citizenship, privilege, language, and the stories through which nations imagine themselves.
National identity is presented not as something natural or inevitable, but as something constructed, maintained, and performed. The speech asks what happens to these constructions in a world shaped by migration, globalisation, and increasingly fluid identities—and whether we might imagine forms of belonging beyond the nation state.
The musical part exists as 'just' music; no other content than pitches. Neither part explains the other. Instead, the two parts create a tension between meaning and sound, belonging and distance, language and music.
MADE IN GERMANY, Danish Design is a piece about the spaces between things: between two countries, two languages, two identities, two ways of listening.
MADE IN GERMANY, Danish Design beginnt mit einem Paradox. Die beiden Teile des Stücks sind nicht dazu bestimmt, unmittelbar nacheinander aufgeführt zu werden; ein anderes Werk muss zwischen ihnen erklingen. Und doch kann keiner der beiden Teile ohne den anderen bestehen. Das Stück erzeugt bewusst eine Lücke – eine Distanz, die selbst Teil seiner Form wird.
Die Rede beginnt mit einer scheinbar einfachen Frage: Was bedeutet es, einer Nation anzugehören? Aus der Position eines Menschen sprechend, der zwischen dänischer und deutscher Identität gefangen ist, bewegt sie sich von persönlicher Erfahrung hin zu einer breiteren Auseinandersetzung mit Nationalismus, Staatsbürgerschaft, Privilegien, Sprache und den Geschichten, mit denen Nationen sich selbst erfinden.
Nationale Identität wird nicht als etwas Natürliches oder Unausweichliches dargestellt, sondern als etwas Konstruiertes, das aufrechterhalten und performt wird. Die Rede fragt, was mit diesen Konstruktionen in einer Welt geschieht, die von Migration, Globalisierung und zunehmend fließenden Identitäten geprägt ist – und ob wir uns Formen der Zugehörigkeit jenseits des Nationalstaats vorstellen können.
Der musikalische Teil existiert als „bloße" Musik; kein anderer Inhalt als Tonhöhen. Keiner der beiden Teile erklärt den anderen. Stattdessen erzeugen die beiden Teile eine Spannung zwischen Bedeutung und Klang, Zugehörigkeit und Distanz, Sprache und Musik.
MADE IN GERMANY, Danish Design ist ein Stück über die Räume zwischen den Dingen: zwischen zwei Ländern, zwei Sprachen, zwei Identitäten, zwei Arten des Zuhörens.